In memoriam Prof. Dr. Max Martin (19. November 1939 - 30. Dezember 2016)

 Mit grosser Trauer haben wir vom Tod von Prof. Dr. Max Martin erfahren.

Das Departement Altertumswissenschaften verliert mit ihm einen profilierten Wissenschaftler, einen inspirierenden Lehrer und feinfühligen Kollegen und Menschen.

Max Martin habilitierte sich 1982 in Basel für provinzialrömische und frühmittelalterliche Archäologie, folgte aber schon 1983 einem Ruf als Professor für Frühgeschichte an die Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er bis zu seiner Emeritierung 2003 lehrte. Dennoch blieb er Basel treu, hielt er doch am Seminar für Ur- und Frühgeschichte weiterhin Lehrveranstaltungen in Frühmittelalterarchäologie ab – ein Glück für die hiesigen Studierenden. Seine Lehre und Forschung beruhten auf genauer Beobachtung und umfassender Quellenkenntnis, was ihn befähigte, weitreichende kulturelle und historische Zusammenhänge aufzuzeigen. Vor kurzem schloss er eine Untersuchung über einen heute verlorenen spätantiken Silberschatz aus Trier ab; zudem arbeitete er zusammen mit Kollegen und Kolleginnen an der noch laufenden Neuedition des spätrömischen Hacksilberhorts von Traprain Law in Schottland.

Wir alle vermissen Max Martin schmerzlich und werden ihn in lebendiger Erinnerung behalten.

 

Die Trauerfeier findet am 17. Januar 2017 um 14.30 Uhr in der Pauluskirche Basel statt.

Graduiertentagung 2016

Die diesjährige Internationale Graduiertentagung des Doktoratsprogramms der Altertumswissenschaften der Universität Basel widmet sich dem Theam "Zeit". Sie findet am 28. und 29. November 2016 im Bildungszentrum 21 statt. Der Titel lautet  "Figurationen von Zeit in Antike und Altertumswissenschaften".

Ringvorlesung der Altertumswissenschaften anlässlich der Ausstellung in der Skulpturhalle

Grenzenlos grausam? Fakten und Fiktionen antiker Gewalt

Gewalt und die mit ihr einhergehenden Grausamkeiten scheinen (leider) zu den anthropologischen Konstanten der Menschheitsgeschichte zu gehören. Die Formen und der Umfang von Gewalt und Grausamkeit unterscheiden sich allerdings in Abhängigkeit von sozialem und zeitlichem Kontext, genauso wie deren materielle und immaterielle Repräsentationen. Diese Differenzen anhand verschiedener Kulturen des Altertums zu verdeutlichen, ist das Ziel der Ringvorlesung. Im Fokus der Vorträge werden allerdings nicht primär die konkreten Akte der Gewalt und Grausamkeit stehen als vielmehr die Frage, wie diese Gewalt und Grausamkeit sowohl von den jeweiligen Zeitgenossen als auch von den Altertumswissenschaften wahrgenommen und gedeutet worden ist und welche Schlüsse sich daraus für ‚deren‘ als auch ‚unseren‘ Umgang mit dem Thema ziehen lassen. Die Ringvorlesung ist eine Zusatzveranstaltung des Departements Altertumswissenschaften zur Ausstellung „Grenzenlos Grausam? Bilder der Gewalt in der Antiken Welt“ in der Skulptuenhalle Basel (02.09.2016-29.01.2017).

22. September 2016

Kurt Alt | Anthropologie | IPNA Uni Basel 

Über die Ursprünge und das Wesen von Aggression und Gewalt: Evolutive Erklärungen und archäologische Evidenz

06. Oktober 2016
Hartmut Leppin | Alte Geschichte | Goethe Uni Frankfurt

Monotheismus und religiöse Gewalt in der Antike

13. Oktober 2016
Bruno Jacobs | Vorderasiatische Archäologie | Uni Basel

„Mit ihrem Blut färbte ich den Berg rot wie Wolle ...“ – Gewaltausübung als Figur der Herrscherlegitimation in neuassyrischer und achämenidischer Zeit

20. Oktober 2016
Antje Wessels | Latinistik | Uni Leiden

Der Kaiser auf der Bühne – Kunst und Gewalt in der frühen römischen Kaiserzeit

03. November 2016
Anton Bierl | Gräzistik | Uni Basel

Orgien der Gewalt in den Bakchen des Euripides

10. November 2016
Regine Schulz | Ägyptologie | Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim

Wer tötet wen und warum? – Gedanken zur legitimen und illegitimen Gewaltanwendung im alten Ägypten

24. November 2016
Susanne Muth | Klassische Archäologie | Humboldt-Uni Berlin

Faszination an Leid, Schmerz und Qual? Gewalt-volle Bilder aus dem antiken Griechenland und Rom

15. Dezember 2016
Jörg Baberowski | Geschichte Osteuropas | Humboldt-Universität Berlin

Warum gibt es keinen Frieden? Überlegungen zum Verhältnis von Macht und Gewalt.
Achtung: Dieser Vortrag findet um 18:15 Uhr im Kollegienhaus, HS 102 statt.

 

Die Vorträge finden jeweils um 18:15 Uhr im Vortragsraum der Skultpurhalle statt, am 15. Dezember 2016 im Kollegienhaus, HS 102.

Eine Vorbesprechung am 21. September, 17 Uhr im Tagungsraum 306 im Rosshof, ist für Studierende, die Kreditpunkte erwerben wollen, obligatorisch.