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SUMMARY:Die Macht der Handlungen. Soziale Praktiken als Schlüssel zum Vers
 tändnis der Vergangenheit // The Power of Actions. Exploring the Past thr
 ough Social Practices
DESCRIPTION:Begriffe wie «Kultur»\, «Gesellschaft» oder «Periode» sin
 d fest im Vokabular der Altertumswissenschaften verankert\, lassen sich he
 ute jedoch kaum noch wissenschaftlich wertfrei verwenden. Auf der Suche na
 ch neuen Ansätzen setzt die diesjährige Graduiertentagung soziale Prakti
 ken als innovative Analyseebene in den Mittelpunkt. Im Zentrum stehen nich
 t länger die Quellen der Antike selbst – Inschriften\, Texte\, Sprache\
 , Funde oder Kontexte –\, sondern die Praktiken\, aus denen diese hervor
 gehen. Wer («Gesellschaft») und was («Kultur») in diesen Praktiken inv
 olviert ist\, tritt in den Hintergrund. Der innovative Fokus richtet sich 
 stattdessen auf das gesamte Spektrum menschlichen Handelns – einschliess
 lich unbeabsichtigter Handlungen.Ein archäologischer Fundkontext wird so 
 nicht mehr als passive Hinterlassenschaft verstanden\, sondern als Produkt
  einer Kette von Handlungen und Naturereignissen. Antike Objekte wurden he
 rgestellt\, genutzt\, umfunktioniert und schliesslich entsorgt – im Rahm
 en sozialer Praktiken. Ebenso lassen sich Texte\, Graffiti oder Inschrifte
 n als Ausdruck lebendiger sozialer Praktiken untersuchen: etwa Gesetzestex
 te\, die direkten Einfluss auf menschliches Handeln hatten\, oder Grabinsc
 hriften\, die zur Erinnerung mahnten.Der praxeologische Zugang eröffnet n
 eue Perspektiven auf die Vergangenheit. So wirft beispielsweise die Praxis
  der «Entsorgung» grundlegende Fragen auf – sei es im Fall einer nicht
  tradierten Textstelle oder der Beseitigung alltäglichen Abfalls wie Kera
 mikfunden: Handelt es sich dabei um reflektiertes Handeln\, halb ritualisi
 erte Routinen\, individuelle Entscheidungen – oder möglicherweise Missv
 erständnisse und Zufälle?Die Stärke dieses Ansatzes liegt in der Analys
 e alltäglicher Handlungen auf Mikroebene. Dabei werden verschiedene Erhal
 tungsbedingungen der Quellen\, unterschiedliche Forschungsstände und dami
 t zusammenhängende Quellenlagen mit reflektiert\, was neue Perspektiven a
 uf die Komplexität antiker Lebenswelten eröffnet. Im Rahmen der Tagung l
 assen sich unterschiedliche Quellengattungen ohne Rückgriff auf pauschali
 sierende Konzepte wie «Kultur» oder «Gesellschaft» gemeinsam analytisc
 h betrachten.\\r\\nMögliche Themenbereiche zur Untersuchung der sozialen 
 Praktiken:- Entsorgung- Umfunktionierung- Ritualisierung- u. v. m.\\r\\n
 Ausgewählte Literatur:Th. R. Schatzki\, Introduction: practice theory. In
 : Th. R. Schatzki / K. Knorr Cetina /E. v. Savigny (Hrsg.)\, The Practice 
 Turn in Contemporary Theory (London 2001) 1–14.doi: https://doi.org/10.4
 324/9780203977453 [https://doi.org/10.4324/9780203977453]A. Veling\, Arch
 äologie der Praktiken. Germania 97\, 2020\, 131-170.\\r\\nTeilnahme: Anme
 ldungen bis 9. Nov. 2025 an ana.maspoli@unibas.ch oder cheyenne.peverelli@
 unibas.ch.
X-ALT-DESC:<p>Begriffe wie «Kultur»\, «Gesellschaft» oder «Periode» s
 ind fest im Vokabular der Altertumswissenschaften verankert\, lassen sich 
 heute jedoch kaum noch wissenschaftlich wertfrei verwenden. Auf der Suche 
 nach neuen Ansätzen setzt die diesjährige Graduiertentagung soziale Prak
 tiken als innovative Analyseebene in den Mittelpunkt. Im Zentrum stehen ni
 cht länger die Quellen der Antike selbst – Inschriften\, Texte\, Sprach
 e\, Funde oder Kontexte –\, sondern die Praktiken\, aus denen diese herv
 orgehen. Wer («Gesellschaft») und was («Kultur») in diesen Praktiken i
 nvolviert ist\, tritt in den Hintergrund. Der innovative Fokus richtet sic
 h stattdessen auf das gesamte Spektrum menschlichen Handelns – einschlie
 sslich unbeabsichtigter Handlungen.<br />Ein archäologischer Fundkontext 
 wird so nicht mehr als passive Hinterlassenschaft verstanden\, sondern als
  Produkt einer Kette von Handlungen und Naturereignissen. Antike Objekte w
 urden hergestellt\, genutzt\, umfunktioniert und schliesslich entsorgt –
  im Rahmen sozialer Praktiken. Ebenso lassen sich Texte\, Graffiti oder In
 schriften als Ausdruck lebendiger sozialer Praktiken untersuchen: etwa Ges
 etzestexte\, die direkten Einfluss auf menschliches Handeln hatten\, oder 
 Grabinschriften\, die zur Erinnerung mahnten.<br />Der praxeologische Zuga
 ng eröffnet neue Perspektiven auf die Vergangenheit. So wirft beispielswe
 ise die Praxis der «Entsorgung» grundlegende Fragen auf – sei es im Fa
 ll einer nicht tradierten Textstelle oder der Beseitigung alltäglichen Ab
 falls wie Keramikfunden: Handelt es sich dabei um reflektiertes Handeln\, 
 halb ritualisierte Routinen\, individuelle Entscheidungen – oder möglic
 herweise Missverständnisse und Zufälle?<br />Die Stärke dieses Ansatzes
  liegt in der Analyse alltäglicher Handlungen auf Mikroebene. Dabei werde
 n verschiedene Erhaltungsbedingungen der Quellen\, unterschiedliche Forsch
 ungsstände und damit zusammenhängende Quellenlagen mit reflektiert\, was
  neue Perspektiven auf die Komplexität antiker Lebenswelten eröffnet. Im
  Rahmen der Tagung lassen sich unterschiedliche Quellengattungen ohne Rüc
 kgriff auf pauschalisierende Konzepte wie «Kultur» oder «Gesellschaft»
  gemeinsam analytisch betrachten.</p>\n<p>Mögliche Themenbereiche zur Unt
 ersuchung der sozialen Praktiken:<br />- Entsorgung<br />- Umfunktionierun
 g<br />- Ritualisierung<br />- u.&nbsp\;v.&nbsp\;m.</p>\n<p>Ausgewählte L
 iteratur:<br />Th. R. Schatzki\, Introduction: practice theory. In: Th. R.
  Schatzki / K. Knorr Cetina /<br />E. v. Savigny (Hrsg.)\, The Practice Tu
 rn in Contemporary Theory (London 2001) 1–14.<br />doi: <a href="https:/
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 br />A. Veling\, Archäologie der Praktiken. Germania 97\, 2020\, 131-170.
 </p>\n<p><strong>Teilnahme: Anmeldungen bis 9. Nov. 2025 an </strong><a hr
 ef="mailto:ana.maspoli@unibas.ch"><strong>ana.maspoli@unibas.ch</strong></
 a><strong> oder </strong><a href="mailto:cheyenne.peverelli@unibas.ch"><st
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