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Neue Monographie zu hellenistischen Stadtgründungen von François Gerardin

Founding the City: Statecraft and Urbanism in Northeast Africa and Southwest Asia, c. 200–100 BCE (Oxford Studies in Early Empires), Oxford University Press 2026.

François Gerardin untersucht die "zweite Welle" von Stadtgründungen im hellenistischen 2. Jahrhundert v. Chr. und liest sie als Ausdruck der Widerstandsfähigkeit der Monarchien der Attaliden, Ptolemäer und Seleukiden in einer Zeit des Aufstiegs Roms und Parthiens. Statt kultureller Hybridisierung wählt er dabei eine staatsbildungstheoretische Perspektive und rückt eine Verschiebung im Machtgefüge zwischen Herrscher und Polis in den Fokus, an der lokale Anpassungen der Bürgergemeinde massgeblich beteiligt waren. Dieser Prozess verlief regional unterschiedlich, abhängig von Faktoren wie Ethnizität, dynastischer Identität, institutionellem Erbe und geographischen Bedingungen. Im Zentrum der Studie steht das Fallbeispiel der neuen ägyptischen Polis Euergetis, die anhand eines fragmentarischen Papyrusarchivs hier erstmals umfassend untersucht wird. (https://doi.org/10.1093/9780197811313.001.0001)

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