Schwerpunkt Klassische Archäologie

Inhalt: Die Klassische Archäologie untersucht die materiellen Zeugnisse der Antike, insbesondere jene der Griechen, Römer und Etrusker sowie gewisser Nachbarkulturen des Mittelmeerraums von der Vorgeschichte (2. Jahrtausend v. Chr.) bis in die Spätantike (Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr.). Sie stützt sich dabei sowohl auf Bodenfunde (einzelne Gebäude und ganze Anlagen, Gefässe, Skulpturen und Geräte) als auch auf Bilder und schriftliche Zeugnisse (antike Autoren und Inschriften). Insofern ist die Klassische Archäologie gleichermassen mit den Altertums- und den Kunstwissenschaften verbunden.

Studienziele: Die Studierenden der Klassischen Archäologie verfügen bei Abschluss des Studiums über ein breit gefächertes und gleichzeitig differenziertes “optisches Gedächtnis”. Dieses wird nicht nur in bestimmten Lehrveranstaltungen (Übungen im Antikenmuseum und Sammlung Ludwig sowie in der Skulpturhalle) gezielt vermittelt, sondern muss von den Studierenden auch im Selbststudium erweitert und vertieft werden. So wird beispielsweise erwartet, dass jede/r Studierende möglichst bis zum Abschluss des BA-Studiums als Grundlage für ihren/seinen Denkmälerschatz die Kunstwerke des Basler Antikenmuseums und Sammlung Ludwig und die Gipsabgüsse der Basler Skulpturhalle kennt.
Eine zweite wichtige Kompetenz, über welche die Studierenden beim Abschluss ihrer Studien verfügen, ist die Kenntnis der unterschiedlichen, im Verlauf des 20. Jahrhunderts gängigen Methoden der Klassischen Archäologie. In methodenkritischen Übungen werden die Grundlagen für eine weitergehende, individuelle Erschliessung dieses Bereichs gelegt.
Ein nuancierter, den spezifischen Eigenheiten einzelner Objekte oder ganzer Objektgruppen gerecht werdender sprachlicher Ausdruck – in Wort und Schrift – ist conditio sine qua non für jede Archäologin und jeden Archäologen. Da das Gymnasium der freien Rede kein besonderes Gewicht beimisst, wird diese Fähigkeit im Rahmen von Proseminar- und Seminarreferaten und von Führungen auf Grabungen und in Museen erworben bzw. verbessert. In den schriftlichen Proseminar- und Seminararbeiten wird das Verfassen wissenschaftlicher Publikationen geübt. Zudem haben sie die Vervollkommnung wissenschaftlich präziser und gleichzeitig verständlicher Formulierungen und die Entwicklung eines persönlichen Schriftstils zum Ziel.
Die Studierenden der Klassischen Archäologie in Basel verfügen nach Abschluss des Studiums über die Fähigkeit, Theorie und Praxis möglichst eng miteinander zu verknüpfen.

Hinweise zu Sprachanforderungen: Für das Studium der Altertumswissenschaften mit Schwerpunkt Klassische Archäologie sind auf BA-Niveau Lateinkenntnisse auf Maturitätsniveau oder das Latinum oder Griechischkenntnisse auf Maturitätsniveau oder das Graecum erforderlich.
Verbindliche Informationen finden Sie hier. Deutsch-, Englisch- und Französischkenntnisse werden jedoch erwartet.

Anforderungen für die BA-Prüfung: In einem Vorgespräch wird in der Regel je ein Thema aus Skulptur, Malerei und Architektur/Topographie vereinbart. Eines der drei Themen wird im weiteren altertumswissenschaftlichen Kontext festgeleg; zeitlich sollen sowohl die griechische als auch die römische Epoche berücksichtigt werden.