MSF Klassische Archäologie

Inhalt: Gegenstand der Klassischen Archäologie ist die materielle Hinterlassenschaft der von der griechischen und römischen Kultur geprägten und beeinflussten Regionen des Mittelmeerraumes von der Prähistorie bis in die Spätantike. Sie gräbt diese aus, identifiziert sie, erschließt sie wissenschaftlich und sichert ihre Verfügbarkeit für künftige Generationen durch ihre Restaurierung, Archivierung oder museale Präsentation. Die Klassische Archäologie begreift sich als eine historische Kulturwissenschaft: Ihren Gegenstand untersucht sie unter sozial-, alltags- und mentalitätshistorischen Fragestellungen mit dem Ziel einer historischen Rekonstruktion und Analyse des kulturellen Systems, in dem die antiken Objekte einst standen und aus dem sie ihre Bedeutung bezogen.

Studienziele: Im Masterstudium soll einerseits die Wissensbasis erweitert werden und die fachspezifische Kenntnis der Arbeitsinstrumente und Methoden vertieft werden, andererseits soll die mündliche und schriftliche Präsentation weiter geübt und verbessert werden. In exemplarischen Forschungsbereichen sollen die Studierenden die Fähigkeit zur selbstständigen Erarbeitung von Fragestellungen erreichen.
Neben der akademischen Laufbahn und dem herkömmlichen Berufsfeld in Museum, Denkmalpflege und Kantonsarchäologie bietet der Masterabschluss auch Berufsperspektiven in der Erwachsenenbildung, in Archiven, im Verlagswesen und Journalismusoder in Stiftungen und im Kultursponsering.

Hinweise zu Sprachanforderungen: Für die Aufnahme des Masterstudiums in Klassischer Archäologie wird eine Maturität mit Schwerpunkt- oder Grundlagenfach Latein oder eine Lateinergänzungsprüfung vorausgesetzt. Neben dem Lateinobligatorium muss auch der Nachweis von Griechischkenntnissen auf Maturitätsniveau bzw. des Graecums erbracht werden. Sofern eine der beiden Sprachen bei der Zulassung nicht nachgewiesen werden kann, ist dies vor dem Studienabschluss nachzuholen.

Anforderungen für die MA-Prüfung: In einem Vorgespräch werden in der Regel drei Themen aus den Bereichen Skulptur, Malerei und Architektur/Topographie vereinbart, wobei sowohl die griechische als auch die römische Epoche berücksichtigt sein muss.