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Klassische Archäologie: Verlängerung des Francavilla-Projekts

SNF

Das SNF-Projekt "Rethinking Collapse: the Fall of Sybaris (ca. 510 BC) and the Transformation of Greek Colonial Space" (PI: Prof. Dr. Martin Guggisberg) am Fachbereich Klassische Archäologie beginnt im Sommer 2022.

Ab Sommer 2022 forscht das SNF-Projekt "Rethinking Collapse: the Fall of Sybaris (ca. 510 v. Chr.) and the Transformation of Greek Colonial Space" zur Kolonie Sybaris am Golf von Tarent.

Geprägt von Gegenwartserlebnissen beschäftigt sich die kulturwissenschaftliche Forschung seit einigen Jahren verstärkt mit dem Ende von Kultursystemen, mit den Unterbrüchen und Diskontinuitäten, die die Geschichte der Menschheit bis heute bestimmen. Während sich das wissenschaftliche Interesse vor allem auf zeitgenössische Entwicklungen im globalen Kontext richtet, ist die historische Perspektive erst seit kurzem Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Das SNF-Projekt will die aktuelle Debatte in den Altertumswissenschaften vorantreiben, indem es einen innovativen, multidisziplinären Blick auf ein spezifisches Fallbeispiel wirft: den Untergang von Sybaris (ca. 510 v. Chr.), der reichsten Kolonie der griechischen archaischen Welt. Sybaris und sein Hinterland sind für das Projekt optimal geeignet, da man sowohl über eine ausführliche schriftliche Geschichtsüberlieferung (Herodot/Diodor) als auch über eine hervorragende archäologische Basis verfügt. Darüber hinaus hat der Fachbereich dank seiner eigenen langjährigen Feldforschung in der nahe gelegenen Nekropole von Macchiabate in Francavilla Marittima detaillierte Kenntnisse über die gesamte Region.