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Neues SNF-Forschungsprojekt in der Historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft

SNF

PI Dr. Michiel de Vaan leitet das Projekt "The Albanian Language in Antiquity" am Departement (ab Sommer 2022).

Der Fachbereich Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft freut sich, die Bewilligung eines 4-jährigen Projekts zur Geschichte des Albanischen anzukünden. Das Forschungsprojekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert und sucht voraussichtlich ab 1. August 2022 zwei Doktorierende und eine(n) Postdoktorierende(n).

Bewerbungsfrist: 5 Mai 2022.
Anstellungsbeginn: 1 August 2022 (idealerweise).
Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich am Mittwoch, 18 Mai 2022, oder Freitag, 20 Mai 2022 statt, online via Zoom.

Die albanische Sprache bildet einen eigenen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie. Neben Griechisch und den romanischen Sprachen ist das Albanische der einzige überlebende Überrest der Sprachen, die in der Antike auf dem Balkan gesprochen wurden. Da der früheste zusammenhängende Text in albanischer Sprache aus dem Jahr 1555 stammt, besteht unser wichtigster Zugang zur Sprachgeschichte in der linguistischen Rekonstruktion und der Untersuchung früher Lehnwörter aus dem und ins Albanische. Das SNF-Projekt "The Albanian Language in Antiquity" (PI: Michiel de Vaan), versucht herauszufinden, wie der Vorläufer der albanischen Sprache in der Antike aussah und wo dieser möglicherweise gesprochen wurde. Das Projekt stützt sich auf Belege aus altalbanischen Texten und modernen albanischen Dialekten sowie auf Lehnwortstudien zu den Berührungspunkten zwischen dem Albanischen und drei seiner wichtigsten Kontaktsprachen: Altgriechisch, Latein und Frührumänisch. Als wissenschaftliche Methoden werden die linguistische Rekonstruktion (sowohl interne Rekonstruktion als auch externer Vergleich mit anderen indoeuropäischen Sprachen) und die Kontaktlinguistik eingesetzt.

 

The Albanian language forms a separate branch of the Indo-European language family. Besides Greek and Romance languages, Albanian is the only surviving descendant of the languages spoken in the Balkans in Antiquity. Since the earliest coherent text in Albanian dates from 1555, our main access to the history of the language is linguistic reconstruction and the study of early loanwords from and into Albanian. The SNSF project 'The Albanian Language in Antiquity' housed at the Department of Ancient Civilizations at the University of Basel (PI: Michiel de Vaan) seeks to determine what the precursor of the Albanian language looked like in Antiquity, and where this precursor may have been spoken. The project will rely on the evidence from the Old Albanian texts and Modern Albanian dialects, as well as on loanword studies regarding the contacts between Albanian and three of its main contact languages, Ancient Greek, Latin, and Early Romanian. The scientific methods used will be linguistic reconstruction (both internal reconstruction and external comparison with other Indo-European languages) and contact linguistics.