12 Mai 2025
18:15  - 19:45

Rosshofgass (Schnitz), Seminarraum S01

Veranstalter:
IPNA/UFG/PRA in Kooperation mit dem Basler Zirkel für Ur- und Frühgeschichte

Öffentliche Veranstaltung, Gastvorlesung / Vortrag, Kolloquium / Seminar

"Achtung, Kopf! – Traceologische Masterarbeit zu Basaltartefakten aus der Cueva de Los Cabezazos, Tenerife" UND "Stone Pedestal Secrets – Archäozoologische Auswertung des eisenzeitlichen Gebäudes D1, Sirkeli Höyük"

Vorträge von Rebecca Kündig (Universität Basel) und Julien Rösselet (Universität Basel) im Rahmen des Forschungskolloquiums IPNA/UFG/PRA („Kränzli“), FS 2025.

Rebecca Kündig: Achtung, Kopf! – Traceologische Masterarbeit zu Basaltartefakten aus der Cueva de Los Cabezazos, Tenerife
Basalt ist ein in der Traceologie bislang nur selten studiertes Rohmaterial. Die Masterarbeit hatte zum Ziel, die Eigenschaften dieses Materials in einem experimentalarchäologischen Projekt zu erforschen. Der Vortrag gibt eine Übersicht über die Archäologie der kanarischen Inseln und präsentiert die gewonnenen Resultate. Ausserdem wird anhand von fünf Artefakten aus der Cueva de Los Cabezazos diskutiert, wie sich die erhaltenen Daten anwenden lassen.

Julien Rösselet: Stone Pedestal Secrets – Archäozoologische Auswertung des eisenzeitlichen Gebäudes D1, Sirkeli Höyü
Während der Kampagne 2018 konnte im zentral auf dem Siedlungshügel gelegenen Sektor D, innerhalb des Gebäudes D1, eine umfangreiche Tierknochen-Kollektion gefunden werden. Diese wurde auf einer Steininstallation niedergelegt und besteht überwiegend aus Schaf- und Ziegenknochen. Die Funde lassen sich der Bauphase D6 zuordnen und datieren in die NCI-3-Periode (950–720 v. Chr.). Gebäude D1 wurde ursprünglich in der NCI-2-Periode (1130–950 v. Chr.) errichtet und bestand zunächst aus einem grossen Raum mit einer Freifläche im Süden. In den Bauphasen D7 und D6 wurde es um fünf weitere Räume erweitert, wodurch es einen öffentlichen Charakter erhielt. Ziel dieser Masterarbeit ist die archäozoologische Analyse der Steinpodest-Kollektion sowie aller weiteren Tierknochenfunde, die der Phase D6 zugeordnet werden können. Dabei soll die besondere Mensch-Tier-Beziehung, die sich aus diesem Knochenfund ableiten lässt, präzise erfasst werden. Darüber hinaus wird untersucht, inwieweit die Funde Rückschlüsse auf die Funktion und kulturelle Bedeutung des Gebäudes D1 ermöglichen.

Gäste sind herzlich willkommen!

Für Studierende besteht die Möglichkeit, für das Forschungskolloquium (LV 74349-01) einen Kreditpunkt zu erwerben.
Für Detailinformationen wenden Sie sich bitte an Claudia Gerling (claudia.gerling@unibas.ch).


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