International sichtbar ist die Basler Alte Geschichte insbesondere durch ihre Arbeiten zur Sozial-, Wirtschafts- und Religionsgeschichte der römischen und spätantiken Welt. Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt liegt auf dem römischen und spätantiken Ägypten, dessen Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte durch die einzigartige Überlieferung papyrologischer Quellen besonders differenziert rekonstruierbar ist. Projekte wie das Roman Egypt Lab verbinden historische, papyrologische und naturwissenschaftliche Ansätze und erschliessen neue Perspektiven auf Umweltbedingungen, Krankheitsdynamiken und administrative Strukturen im römischen Reich.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der römischen Landschaften Zentralitaliens. Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts zur Villa dei Casoni werden archäologische Feldforschung, historische Analyse und naturwissenschaftliche Methoden kombiniert, um ländliche Siedlungsstrukturen, Wirtschaftsweisen, Umweltbedingungen und soziale Organisation im römischen Hinterland zu rekonstruieren. Das Projekt verbindet Survey, Grabung, bioarchäologische Analysen und Umweltrekonstruktionen zu einem integrierten Forschungsansatz zur Geschichte römischer Landschaften.
Mit ihren internationalen Kooperationen und mehreren drittmittelgeförderten Projekten gehört die Basler Alte Geschichte zu den wichtigen europäischen Standorten für innovative Forschung zur antiken Sozial- und Umweltgeschichte. Studierende und Doktorierende werden frühzeitig in diese Forschungsprojekte eingebunden und erhalten so Einblick in aktuelle methodische Entwicklungen der Altertumswissenschaften.
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