13 Nov. 2026
Zeit: 18:15  - 20:00

Ort: Rosshof, Raum 306

Veranstalter: Doktoratsprogramm Altertumswissenschaften

Veranstaltungen, Kolloquium / Seminar, Weitere Events

Interdisziplinäres Graduiertenkolloquium der Altertumswissenschaften im HS 2026

Das Interdisziplinäre Graduiertenkolloquium der Altertumswissenschaften bietet Doktorierenden und fortgeschrittenen Masterstudierenden die informelle Plattform, aktuelle Forschungen zu teilen und gemeinsam zu diskutieren. Explizit sind auch Masterstudierende eingeladen und erhalten Einblick in verschiedene Forschungsprojekte wie auch in die Organisation von Dissertationsvorhaben.

Die beiden Kolloquien im Herbstsemester finden jeweils am Freitagabend, dem 16. Oktober (im Rosshof, Raum 306) und am 13. November 2026 (im Rosshof, Raum 306), von 18:15 bis ca. 20:00 Uhr statt. Anschliessend sind alle eingeladen zum informellen Beisammensein und weiteren Austausch in der Spalebar (Spalenberg 53). Eine Anmeldung zur Teilnahme ist nicht erforderlich. 

Für weitere Fragen stehen Nathalie Hertig (nathalie.hertig@unibas.ch) und Simon Bühler (simon.buehler@unibas.ch) jederzeit zur Verfügung.

Programm für Freitag, den 13. November 2026

Daniel Wacker (Provinzialrömische Archäologie)  
Das Seetal in römischer Zeit – Landschaftsarchäologische Untersuchung eines Mittellandtals
Abstract: Das in den Kantonen Aargau und Luzern gelegene Seetal stellt aus topografischer Sicht eine in sich geschlossene Siedlungskammer dar. Aufgrund seiner Lage zwischen dem Wasserschloss der heutigen Schweiz und dem Vierwaldstättersee bildet es zudem ein Bindeglied zwischen dem Mittelland und der Innerschweiz. Bedingt durch die Arbeit verschiedener Akteure ist in den letzten 100 Jahren ein umfangreicher Quellenkorpus für die römische Epoche zusammengekommen. Dieser bildet die Basis für das Projekt, welches eine landschaftsarchäologische Auswertung der römischen Seetals zum Ziel hat. Dabei stehen insbesondere die Rekonstruktion der naturräumlichen Gegebenheiten, die Analyse der Siedlungsdynamik sowie die Untersuchung verkehrsgeografischer Zusammenhänge im Vordergrund. Das Referat gibt im Sinne eines Werkstattberichts einen kurzen Überblick über die vorhandenen Quellen, die Methodik der Auswertung sowie über die verschiedenen Teilprojekte. 

Céline Egger (Ägyptologie) 
Gestaltung der Grabmalerei in Gräbern der griechisch-römischen Zeit in Alexandria und Tuna el-Gebel 
Abstract: Die ägyptische Spätzeit ist durch verschiedene Fremdherrscher geprägt, zu denen die Ptolemäer und die Römer ebenfalls gehören. Mit ihren Eroberungen Ägyptens brachten sie neue kulturelle Einflüsse nach Ägypten, die sich unter anderem in der Grabgestaltung zeigten. 
In den Nekropolen von Alexandria und in Tuna el-Gebel, der Nekropole der antiken Stadt Hermopolis Magna, zeigen zahlreiche Gräber Hinweise auf griechische oder römische Jenseitsvorstellungen oder Stilmittel. In diesem Kontext wurde analysiert, inwiefern und in welcher Form in den Grabanlagen und ihrer Ausgestaltung eine Interaktion zwischen der griechisch-römischen und der ägyptischen Kultur stattfindet. Untersucht wurde dies anhand sogenannter Wächterfiguren, Darstellungen im Grab, die für alltägliche Motive und für jenseitige Motive unterschiedliche Stile verwendeten und Abbildungen von griechischen Mythen. Ebenfalls wurde analysiert, inwiefern eine Heroisierung in den Gräbern zu beobachten ist. 
Die untersuchten Gräber zeigten, dass nicht nur ein einziger Stil bei der Gestaltung verwendet wurde, dass teilweise konkrete Jenseitsvorstellungen wiedergegeben sind, aber sich in anderem Kontext im Grab Hinweise auf entweder griechisch-römische oder ägyptische Motive oder Vorstellungen befinden. Daher konnte nur anhand der Grabgestaltung alleine keine endgültige Aussage getroffen werden. 

 


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