Departement Altertumswissenschaften

Das Departement Altertumswissenschaften gehört zur Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel. Es vereint alle altertumswissenschaftlichen Fächer unter einem Dach und bietet damit Forschenden, Lehrenden und Studierenden die optimalen Voraussetzungen für intensiven Austausch und erfolgreiches Arbeiten.

Departementsvorsteher ist Prof. Dr. Martin Guggisberg. Seine Stellvertretung übernimmt Prof. Dr. Brigitte Röder.

Die Geschäftsleitung des Departements hat lic. phil. Frank Faessler inne. Den Mittelbau vertritt MA Anne-Sophie Meyer.

Die Studienangebote der Altertumswissenschaften


Das Departement Altertumswissenschaften vereint Lehre und Forschung der altertumswissenschaftlichen Fächer unter einem organisatorischen Dach. Es unterteilt sich in die Fachbereiche Ägypotologie, Alte Geschichte, GräzistikHistorisch-vergleichende SprachwissenschaftKlassische Archäologie, Latinistik,  Ur- und Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Archäologie sowie Vorderasiatische Altertumswissenschaft.

Universität Basel
Departement Altertumswissenschaften
Petersgraben 51
4051 Basel, Schweiz

Fachbereiche

Im Fachbereich Ägyptologie der Universität Basel beschäftigen sich Studierende und Forschende mit der reichhaltigen materiellen und textlichen Hinterlassenschaft des Alten Ägypten: Archäologie, altägyptische Sprachen, Religion, Geschichte, Architektur und Objekte werden mithilfe aktueller Theorien und Methoden untersucht. Dabei bilden sowohl im Studium wie in der Forschung die internationale Vernetzung, der interdisziplinäre Austausch und die Nutzung digitaler Technologien einen wesentlichen Bestandteil.

Neben der Ausbildung in Vorlesungen und Seminaren bieten wir regelmässige Exkursionen im In- und Ausland an. Zudem besteht die Möglichkeit von Grabungsteilnahmen an Basler archäologischen Projekten oder im Rahmen von Kooperationen, sowie von Praktika in verschiedenen Institutionen. 

Das Basler Profil zeichnet sich durch langjährige Forschungstätigkeit in der Thebanischen Nekropole, insbesondere im Tal der Könige, sowie durch Forschungsprojekte in den Bereichen der Religions-, Sprach-, Kultur- und Bildwissenschaft aus.

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Ägyptologie
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Die Alte Geschichte leistet einen transdisziplinären Beitrag zum Studium der Altertumswissenschaften, weil sie sich als Teil sowohl der allgemeinen Geschichte wie auch der Altertumswissenschaften versteht. Die Basler Alte Geschichte behandelt in der Lehre die griechischen und römischen Gesellschaften sowie deren Nachbarkulturen von den Anfängen bis zum Ende der Antike mit den Fragestellungen und Perspektiven der Geschichtswissenschaft. Sie steht jedoch darüber hinaus auch in enger Beziehung mit den anderen in Basel ansässigen Altertumswissenschaften. Als Quellen dienen ihr die antike Literatur, materielle Hinterlassenschaften, Papyri, Münzen und Inschriften.

Die Forschung der Basler Alte Geschichte profiliert sich international vor allem auf dem Gebiet des römisch-spätantiken Ägypten, der römisch-spätantiken Sozial-, Wirtschafts- und Religionsgeschichte und der Papyrologie. Mehrere bahnbrechende Disziplingrenzen überschreitende Forschungsprojekte zu diesem Thema bieten Studierenden und Doktorierenden Möglichkeiten der Mitarbeit.

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Alte Geschichte
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Die Griechische Philologie bzw. Gräzistik ist eine Wissenschaft mit einer 2500-jährigen Tradition, welche die literarischen Werke der antiken Griechen zu ihrem Gegenstand hat. Zur antiken griechischen Literatur gehörten bedeutende Texte unterschiedlicher Gattungen vom 8. Jahrhundert v.Chr. bis ins 5. Jahrhundert n.Chr.

Von diesen üben zahlreiche eine grosse Wirkung über die Jahrhunderte hinweg bis heute aus: die Epen des Homer, des "ersten Dichters des Abendlandes" (8./7. Jh. v.Chr.), die Lehrdichtung des Hesiod (7. Jh. v.Chr.), die frühgriechische Lyrik, etwa der berühmten Dichterin Sappho oder des Archilochos (7./6. Jh. v.Chr.), das attische Drama mit den drei grossen Tragikern Aischylos, Sophokles und Euripides und dem Komiker Aristophanes, die Historiographie des Herodot und Thukydides (5. Jh. v.Chr.), die Rhetorik des Demosthenes und Lysias (4. Jh. v.Chr.) sowie die Philosophie der Vorsokratiker (6./5. Jh. v.Chr.), von Platon und Aristoteles (4. Jh. v.Chr.). Neben der archaischen und klassischen Periode rückt zunehmend auch die Literatur des Hellenismus (z.B. die Bukolik des Theokrit, die Dichtung des Kallimachos und das Epigramm), der Kaiserzeit (z.B. die Biographien des Plutarch, die gesellschaftskritischen Schriften von Lukian, nicht zu vergessen der griechische Liebesroman) und der Spätantike (mit den zahlreichen christlichen Schriftstellern) ins Zentrum des Interesses. Dazu kommen das spätere wissenschaftliche Fachschrifttum und Gebrauchstexte. Neufunde liefert laufend die Papyrologie. 

All diese Texte konserviert, tradiert, analysiert, und interpretiert die Griechische Philologie mithilfe von literatur-, sprach- und kulturwissenschaftlichen Methoden. Im Verbund mit den Altertumswissenschaften kann sie so, die eigentlich fremde griechische Antike als "Prüfstein" nehmend, zu einem erweiterten gegenwärtigen Welt- und Selbstverständnis verhelfen.

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Gräzistik
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Die Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft der indogermanischen Sprachen oder Indogermanistik ist eine vergleichsweise junge Wissenschaft. Sie ist erst ca. 200-jährig, und nicht älter ist ihre Methodik und die Entdeckung ihres Gegenstandes. Dieser neue Gegenstand sind die sog. indogermanischen Sprachen, und zwar eben nicht nur in ihrer individuellen Existenz (in dieser Hinsicht waren viele von ihnen schon lange bekannt), sondern vor allem in ihrer Gesamtheit als Familie genetisch verwandter, historisch auf eine gemeinsame Grundsprache zurückgehender Sprachen. Die Methodik beruht auf der Erkenntnis, dass sich Sprachen nicht einfach entwickeln (das war ebenfalls schon bekannt), sondern sich regelhaft entwickeln. Dies erlaubt es, Sprachen in ihre nicht bezeugte Vergangenheit hinein zu verfolgen, d.h. zu rekonstruieren, insbesondere durch historischen Sprachvergleich innerhalb einer Sprachfamilie.

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Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft
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Die Klassische Archäologie der Universität Basel erforscht die antiken Kulturen des Mittelmeerraumes, insbesondere des griechischen und römischen Kulturraumes.

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Klassische Archäologie
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Die Latinistik versteht sich als Textwissenschaft. Die lateinische Sprache, die Literatur und die Gebrauchstexte der römischen Kultur vom 3. Jh. v.Chr. bis zur Spätantike (6. Jh. n.Chr.) sind ihr zentraler wissenschaftlicher Gegenstand. Doch auch die Erforschung der lateinischen Literaturen nachantiker Epochen, insbesondere des Mittelalters, des Humanismus und der Renaissance, gehören in Basel gemäss internationalen Standards in den Bereich der Latinistik.
Die Edition, die Kommentierung und die Interpretation der antiken und frühneuzeitlichen Texte stellen die grundlegenden Aufgaben der Latinistik dar. Dies geschieht auf der Basis der traditionellen philologisch-historischen Methode der wissenschaftlichen Texterschliessung, aber auch unter Einbeziehung ausgewählter, relevanter neuerer Theorien der Textwissenschaften.

Die Basler Latinistik setzt Schwerpunkte in der Literatur der späten Republik, der frühen Kaiserzeit sowie der Spätantike. Bevorzugte Themen sind die Poesie - Epos, Epigramm, Elegie - sowie die römische Philosophie.
Im Bereich der neulateinischen Literatur stehen die Ersterschliessung und die Interpretation lateinischer Texte der Regio, vor allem der oberrheinischen Humanisten, im Vordergrund. Die Rezeption der römischen Literatur in den modernen Literaturen ist ein weiterer zentraler Forschungsbereich. 

Ein kulturwissenschaftlicher Zugang bildet das einigende Band der vielfältigen Forschungsthemen der Basler Latinistik. Zu ihrem Profil trägt die Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft wesentlich bei. Altlatein und nachklassisches Latein, speziell die pompejanischen Wandinschriften, wie auch das Nachleben der lateinischen Sprache in den modernen Sprachen Europas zählen zu den Schwerpunkten in Lehre und Forschung.

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Latinistik
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Der Fachbereich Ur- und Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Archäologie hat einen breiten zeitlichen Fokus: Lehre und Forschung umfassen die Epochen vom Neolithikum bis zum Frühen Mittelalter, wobei die Römische Epoche von den Dozierenden der Vindonissa-Professur abgedeckt wird.

Die Lehre ist darauf ausgerichtet, die Studierenden optimal auf die Tätigkeit in den klassischen Berufsfeldern – d.h. archäologische Denkmalpflege, Museum und Universität – vorzubereiten. Zentrale Ziele sind deshalb der Erwerb eines fundierten und facettenreichen Überblickswissens über die ur- und frühgeschichtlichen Epochen und die römische Zeit sowie die Vermittlung von Theorie-, Methoden und Reflexionskompetenz. Da die archäologische Denkmalpflege den grössten Stellenmarkt darstellt, ist die praktische Ausbildung ein besonderes Anliegen.

Neben einer grossen zeitlichen und thematischen Breite bietet der Studienort Basel die fast einmalige Chance, sowohl kultur- als auch naturwissenschaftliche Ansätze zur Rekonstruktion der Kulturgeschichte vergangener Epochen kennen zu lernen und die jeweils erzielten Ergebnisse zu einer Gesamtschau zu integrieren. Diese „Integrative Archäologie“ gewährleistet eine thematisch sehr breit gefächerte Ausbildung, in der das Einüben interdisziplinären Arbeitens einen festen Platz hat.

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Ur- und Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Archäologie
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Die Vindonissa-Professur für Provinzialrömische Archäologie wird vom Kanton Aargau gemeinsam mit der Universität Basel getragen. Aufgabe der Professur ist die interdisziplinäre Grundlagenforschung durch Aufarbeitung von Ausgrabungen in römischen Fundstellen im Kanton Aargau voranzutreiben. 

Organisatorisch angegliedert ist die Vindonissa-Professur dem Fachbereich Ur- und Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Archäologie des Departements Altertumswissenschaften.

Im Sinne einer "Integrativen Archäologie" arbeitet die Vindonissa-Professur nicht nur eng mit den anderen altertumswissenschaftlichen Fächern zusammen, sondern auch mit den am IPNA vertretenen naturwissenschaftlichen Nachbardisziplinen (Archäobotanik, Archäozoologie, Anthropologie, Dendrologie, Geoarchäologie, Palynologie).

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Vindonissa-Professur
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